Benjamin Zwack wird Mitglied des DPRG-Speaker- und Expertenpools

Seit 2018 ist Benjamin Zwack Mitglied der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG).

Seit Februar dieses Jahres ist er darüber hinaus auch Teil des neu geformten Speaker- und Expertenpools, der sich aus spezialisierten DPRG-Mitgliedern zusammensetzt (thematische Schwerpunkte von Benjamin Zwack: Digitalkommunikation und Tourismusmarketing).

Mehr dazu im aktuellen DPRG-Journal sowie online auf der Homepage der Deutschen Public Relations Gesellschaft.

Screenshot: DPRG-Journal

50 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Regensburg und Brixen

Der Terminkalender zum Jubiläumsjahr 2019 nimmt Gestalt an.

Der 30. Juni 2019 wird ganz im Zeichen einer seit fünf Jahrzehnten bestehenden Städtepartnerschaft zwischen der Oberpfälzer Metropole Regensburg und der Südtiroler Stadt Brixen stehen. Zur Aufführung im Brixner Dom kommt das Schöpfungsoratorium von Joseph Haydn:

Regensburger Domspatzen, Domchor Brixen, Kammerorchester Regensburg und Bläser der Bayerischen Staatsoper

Clara Sattler, Sopran
Roman Pichler, Tenor
Willi Schwinghammer, Bass
Domkapellmeister Roland Büchner, Leitung

Übrigens: Zwei Tage vorher, also am 28. Juni 2019, wird dieses Konzert im Audimax der Universität Regensburg stattfinden. Nähere Informationen zur Regensburger Aufführung gibt es auf der Seite der Regensburger Domspatzen.

Im September 2019 werden die Feierlichkeiten dann in Regensburg fortgesetzt.

KulturSüdtirol wirft einen Blick in die “Kulturtourismusstudie 2018”

“… es gibt viel zu tun!” So könnte das Fazit der Kulturtourismusstudie 2018 kurz gefasst lauten. Mehr Vernetzung, mehr Qualifikation, mehr Professionalisierung werden zu Recht angemahnt.

Benjamin Zwack hat für KulturSuedtirol.com einen Blick in die recht umfangreiche Studie geworfen. Trotz mancher kleinerer Widersprüchlichkeiten und begrifflicher Unklarheiten in der Endfassung der Studie werden wichtige und beachtenswerte Ergebnisse benannt. Allen touristischen wie kulturellen Akteuren, auch hier in Südtirol, ist die Lektüre zu empfehlen. Der kulturtouristische Nach- und Aufholbedarf gerade in Südtirol ist nach wie vor erheblich.

Veranstaltungstipp: Im Max Ernst Museum Brühl wird am 7. September ein “KulturTourismusBarcamp” im Rahmen des Innovationsprogramms KulturReiseLand NRW stattfinden. Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf Destinet!

 

IMEX 2018 Frankfurt: “The largest ever IMEX”

Die Kongress- und Tagungsmesse IMEX in Frankfurt läuft – und ist größer denn je. 3.500 Austeller, Teilnehmende aus 150 Ländern, über 250 parallel zur Messe angebotene Fortbildungsveranstaltungen und ein besonderer Fokus auf die Digitalisierung in der MICE-Branche sind die Eckdaten in diesem Jahr.

Benjamin Zwack: “Das Interesse am Tagungsstandort Südtirol ist seit Jahren hoch und steigt weiter. Die IMEX 2018 bietet einzigartige Möglichkeiten, neue Geschäftskontakte zu knüpfen und aktuelle Meeting-Technik hautnah zu erleben.”

Sicherheit, Digitalisierung und Innovation: Die MICE-Branche steht vor großen Veränderungen

Gloria Guevara Manzo, Präsidentin und CEO des World Travel and Tourism Council (WTTC) hielt zum Auftakt der Messe ihre Keynote, in der sie drei fundamentale Herausforderungen der Meeting-Industrie benannte. Neben der Nachhaltigkeit bei Tagungen, Events und Kongressen werden zukünftig vor allem Sicherheitsaspekte sowie das Krisenmanagement  relevant.

Matthias Schultze, Direktor des German Convention Bureau (GCB) unterstrich die Bedeutung der Digitalisierung für Kongresse und Tagungen: “Digital transformation matters!”.

Der Italienstand auf der diesjährigen IMEX ist erneut ein wahrer Hingucker. Was nach wie vor fehlt: Südtirol.

Angekündigt wurde ein erstmals auszuarbeitender “Incentive Travel Industry Index”, um die Marktlage und die Marktperspektiven zukünftig noch genauer analysieren und vorhersagen zu können. Der Index entsteht in Zusammenarbeit zwischen SITE, Financial Insurance Conference Professionals (FICP) und Incentive Research Foundation (IRF). Erste Ergebnisse und Einblicken sollen im Spätsommer vorliegen.

Italien: Ein großer Player in der internationalen MICE-Szene!

Interessante Zahlen und Statistiken gab es am Rande der IMEX vom Verband ICCA: So befindet sich Italien gegenwärtig unter den Top-5-Meetingnationen der Welt. In Italien fanden 2017 mehr große Tagungen und Kongresse statt als beispielsweise in Frankreich, Japan oder China! Tendenziell organisiert Italien dabei viele Kongresse “in der Fläche” und konzentriert solche Veranstaltungen weniger in den großen und sehr großen Meeting-Zentren. Eine große Chance, auch Südtirol als Destination kleiner Tagungen erfolgreich zu positionieren und gleichzeitig an der hohen Nachfrage nach in Italien organisierten Veranstaltungen zu partizipieren.

Triumph des Barock: Sonderausstellung in der Hofburg Brixen

Eine neue Sonderausstellung in der Hofburg Brixen

Die Ausstellung bedient sich des eigenen, überaus reichen Bestandes barocker Gemälde. Insgesamt werden an die 100 Werke aus der Zeit von 1600 bis 1800 präsentiert – dicht, üppig, von größtem farblichen Reichtum.

Verklärte Blicke, gekonnte Selbstdarstellungen des Adels und des Klerus, biblische Geschichten und Schilderungen aus dem Leben der Heiligen wechseln sich mit Mariendarstellungen ab. Dazu kommen die Wohn- und Repräsentationsräume der Hofburg selbst, die nur wenige Schritte von der Sonderausstellung entfernt einen lebendigen Blick in die barocke Lebenswelt ermöglichen. “Eine Schaulust für das Auge”, wie das Ausstellungsheft so treffend schreibt.

Tipp: Der umfangreiche Ausstellungskatalog

Nicht weniger imposant ist der reiche Bildband, der die Ausstellung “Triumph des Barock” begleitet. Ihn als bloßen Ausstellungskatalog zu bezeichnen, wäre eine gehörige Untertreibung. Auf fast 400 Seiten bietet die Hofburg darin eine vollständige Übersicht aller in ihrem Bestand befindlichen Barockwerke. Ein Buch, das das Zeug zu einem Südtiroler kunsthistorischen Standardwerk hat.

Chapeau, Hofburg zu dieser spektakulären Ausstellung! Das Diözesanmuseum bietet einmal mehr wunderbare Kunst in einer Ausstellung, die der langen Geschichte der alten Bischofsstadt Brixen auf Augenhöhe begegnet.

IMEX 2018: 15. bis 17. Mai 2018

Der Countdown läuft: Mitte Mai startet eine neue Auflage der internationalen Kongressmesse IMEX in Frankfurt.

In diesem Jahr werden über 3.500 Aussteller aus guten 150 Ländern erwartet. Die IMEX selbst bezeichnet sich als “Worldwide exhibition for incentive travel, meetings and events” und versammelt MICE-Profis aus aller Welt für zwei Tage auf dem Frankfurter Messegelände. Darunter in diesem Jahr sicher auch den ein oder anderen Gast aus Südtirol, wo sich in den zurückliegenden Monaten einiges getan hat in Sachen Tagungs- und Kongresstourismus.

Auf der IMEX-Homepage findet sich ein Gesamtverzeichnis aller anwesenden Aussteller mit ausführlichen Kontaktdaten. Die Messe selbst ist für Fachbesucher kostenfrei zugänglich.

Im vergangenen Jahr widmete die Südtiroler Wirtschaftszeitung dem Thema “MICE” einen umfassenden Bericht in ihrer Ausgabe vom 1. Juni 2017. Zu Wort kamen u.a. Pier Paolo Mariotti (Eurac Bozen), Prof. Dr. Harald Pechlaner (Eurac Bozen), Thomas Aichner (IDM Südtirol) und Benjamin Zwack (Hotel Elephant).

50 Jahre Städtepartnerschaft Regensburg-Brixen 2019

Zwei schöne Städte, ein besonderes Jubiläum

Im Jahr 2019 jährt sich ein wichtiges Jubiläum zweier Städte diesseits und jenseits des Brenners zum 50. Mal: Regensburg und Brixen werden dann auf ein gemeinsames, partnerschaftliches halbes Jahrhundert zurückblicken können.

Besiegelt wurde diese Partnerschaft am 18. Oktober 1969 in Regensburg durch die beiden Bürgermeister Zeno Giacomuzzi (Brixen) und Rudolf Schlichtinger (Regensburg).

50 Jahre Partnerschaft, tausend Jahre gemeinsame Geschichte

Interessant an dieser Städtepartnerschaft ist sicher die Tatsache, dass sie weit länger zurückreicht, als es das 50-jährige Jubiläum 2019 erscheinen lässt. So wurde die Schenkungsurkunde des Hofes Prichsna 901 n. Chr. in Regensburg ausgestellt. Einige Jahrzehnte später zieht Bischof Albuin von seinem damaligen Sitz Säben (Klausen) nach Brixen. Die Grundlagen für die Entwicklung des Ortes an der Eisack waren damit endgültig gelegt und sind seither auf das Engste mit Regensburg verknüpft.

Heute sind die beiden Bischofsstädte an Donau und Eisack auf vielfältige Weise über ihre Stadtverwaltungen, ihre Vereine, die katholische Kirche und zahlreiche private Initiativen miteinander eng verbunden.

Tourismus im Jubiläumsjahr

Ein besonderes Augenmerk soll im Jubiläumsjahr 2019 auf die touristische Dimension gelegt werden – gemeinsame Angebote und Aktivitäten von Hotels und touristischen Akteuren in Regensburg und Brixen sind bereits in Vorbereitung. Dank der Stadtmaus Regensburg gibt es bereits heute einen im wahrsten Sinne des Wortes “theatralischen Export” nach Brixen: Szenische Führungen, beispielsweise “Auf den Spuren des Elefanten” durch Brixen begeistern Einheimische wie Gäste gleichermaßen und sind in enger Zusammenarbeit nicht nur mit Historikern, sondern auch mit den Erlebnisführern aus Regensburg entstanden.

Der Countdown läuft: Schon heute bestens informiert sein!

In loser Folge werden in den kommenden Monaten interessante Geschichten aus beiden Partnerstädten unter regensburg-brixen.de und brixen-regensburg.de erscheinen. Bleiben Sie dran!

“Overtourism” – auch ein Thema für den Tourismus in Südtirol?

Zugegeben: So neu ist das Thema “Overtourism” eigentlich nicht, wie es auf der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin schien. Aber seit wenigen Monaten erhält es die breite Aufmerksamkeit, die es schon längst verdient hätte. Gut so!

Jeremy Boissevain setzte sich bereits 1996 in seinem Buch “Coping with Tourists: European Reactions to Mass Tourism” mit dem Phänomen auseinander (besonders bedenkenswert sind meines Erachtens auch die Spannungsfelder und Herausforderungen im Zusammenhang mit “cultural tourism”, vgl. Boissevain, 6ff.). Bei weitem nicht nur die Eventisierung des Reisens, möglicherweise auch banale Effekte der sozialen Medien, in jedem Fall aber die stetig sinkenden Preise für Mobilität, dürften in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass viele touristische Destinationen und deren Bewohner an ihre Belastungsgrenze stoßen.

Breite Beachtung fand das Thema “Overtourim” schließlich im vergangenen Herbst auf dem World Tourism Market 2017 in London, als sich die World Tourism Organiszation (UNWTO) mit einer klaren Forderung an die Öffentlichkeit wandte, nämlich, so die Veranstalter, “to ensure that tourism is an enriching experience for visitors and hosts alike.” Wirtschaftliches Wachstum, das aus dem Tourismus resultiert, müsse angemessen gesteuert werden, so UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai. Angesichts der respektablen Wachstumszahlen des Tourismus weltweit sicherlich nur ein Minimalziel – oder immerhin ein erster Schritt auf einem noch langen Weg!

Die ITB Berlin 2018 diskutierte das Phänomen des Overtourism erneut – und wies im Rahmen ihres Kongresses darauf hin, dass derzeit noch eine einheitliche Definition von Über-Tourismus fehle: “Es gibt bisher keine Standards für dieses Überlastungsphänomen”, meinte Gloria Guevara Manzo, CEO des World Travel & Tourism Council (WTTC). Das WTTC ist gemeinsam mit McKinsey aber bereits dabei, ein entsprechendes Tool zur Messung der Besucherdichte zu entwickeln, um so auch den gesellschaftlichen Einfluss innerhalb touristisch stark belasteter Gebiete messen und gegebenenfalls umsteuern zu können.

Inzwischen mehren sich die Stimmen, die eine Diskussion über das Phänomen des Über-Tourismus auch in Südtirol fordern, das nicht nur als touristische Urlaubsdestination, sondern auch geographisch als Durchreiseland besonders von Reisewellen tangiert wird. Zeitgleich zur ITB veröffentlichten die Südtiroler Grünen ein Statement (“Achtung Blase! Der überhitzte Boom an Hotelbauten und Bettenzahlen in Südtirol braucht dringend Abkühlung.”), das eine wichtige Unterscheidung vornimmt: Das rein quantitative “Weiter so!” muss endlich von echtem qualitativen Wachstum abgelöst werden, im Sinne einer besseren Verteilung der Touristenströme, der intelligenteren Auslastung der Nebensaisonen und einer hochqualitativen Positionierung des Landes – also das Gegenteil fragwürdiger Eventisierung (vgl. dazu auch den Beitrag des Deutschlandfunks vom 7. März 2018: “Overtourism – Wie sich überfüllte Städte vor zu viel Tourismus schützen”). Wer dies wirklich will, wird weder um den Tagungs-, noch um den anspruchsvollen Kulturtourismus herumkommen. Und er wird viel mehr als bisher in die Internationalisierung investieren müssen.

Dieser Herausforderung müssen sich aber nicht nur die Hotelbetreiber, sondern v.a. all diejenigen stellen, die Südtirol touristisch vermarkten. Für eine solche, möglichst breite Diskussion ist es höchste Zeit.

Nachtrag (12.3.2018) – Herzlichen Dank an Markus Lobis, der mich gerade über eine bevorstehende Diskussionsveranstaltung zu genau diesem Thema informiert: Am 11. April 2018 um 20:00 Uhr im Ost-West-Club Meran (“Moloch Tourismus” mit Dr. Hans Heiss und Thomas Aichner).