Aktuelles

50 Jahre Städtepartnerschaft Regensburg-Brixen 2019

Im Jahr 2019 jährt sich ein wichtiges Jubiläum zweier Städte diesseits und jenseits des Brenners zum 50. Mal: Regensburg und Brixen werden dann auf ein gemeinsames, partnerschaftliches halbes Jahrhundert zurückblicken können.

Besiegelt wurde diese Partnerschaft am 18. Oktober 1969 in Regensburg durch die beiden Bürgermeister Zeno Giacomuzzi (Brixen) und Rudolf Schlichtinger (Regensburg).

Interessant an dieser Städtepartnerschaft ist sicher die Tatsache, dass sie weit länger zurückreicht, als es das 50-jährige Jubiläum 2019 erscheinen lässt. So wurde die Schenkungsurkunde des Hofes Prichsna 901 n. Chr. in Regensburg ausgestellt. Einige Jahrzehnte später zieht Bischof Albuin von seinem damaligen Sitz Säben (Klausen) nach Brixen. Die Grundlagen für die Entwicklung des Ortes an der Eisack waren damit endgültig gelegt und sind seither auf das Engste mit Regensburg verknüpft.

Heute sind die beiden Bischofsstädte an Donau und Eisack auf vielfältige Weise über ihre Stadtverwaltungen, ihre Vereine, die katholische Kirche und zahlreiche private Initiativen miteinander eng verbunden.

Ein besonderes Augenmerk soll im Jubiläumsjahr 2019 auf die touristische Dimension gelegt werden – gemeinsame Angebote und Aktivitäten von Hotels und touristischen Akteuren in Regensburg und Brixen sind bereits in Vorbereitung.

In loser Folge werden in den kommenden Monaten interessante Geschichten aus beiden Partnerstädten unter regensburg-brixen.de und brixen-regensburg.de erscheinen. Bleiben Sie dran!

„Overtourism“ – auch ein Thema für den Tourismus in Südtirol?

Zugegeben: So neu ist das Thema „Overtourism“ eigentlich nicht, wie es auf der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin schien. Aber seit wenigen Monaten erhält es die breite Aufmerksamkeit, die es schon längst verdient hätte. Gut so!

Jeremy Boissevain setzte sich bereits 1996 in seinem Buch „Coping with Tourists: European Reactions to Mass Tourism“ mit dem Phänomen auseinander (besonders bedenkenswert sind meines Erachtens auch die Spannungsfelder und Herausforderungen im Zusammenhang mit „cultural tourism“, vgl. Boissevain, 6ff.). Bei weitem nicht nur die Eventisierung des Reisens, möglicherweise auch banale Effekte der sozialen Medien, in jedem Fall aber die stetig sinkenden Preise für Mobilität, dürften in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass viele touristische Destinationen und deren Bewohner an ihre Belastungsgrenze stoßen.

Breite Beachtung fand das Thema „Overtourim“ schließlich im vergangenen Herbst auf dem World Tourism Market 2017 in London, als sich die World Tourism Organiszation (UNWTO) mit einer klaren Forderung an die Öffentlichkeit wandte, nämlich, so die Veranstalter, „to ensure that tourism is an enriching experience for visitors and hosts alike.“ Wirtschaftliches Wachstum, das aus dem Tourismus resultiert, müsse angemessen gesteuert werden, so UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai. Angesichts der respektablen Wachstumszahlen des Tourismus weltweit sicherlich nur ein Minimalziel – oder immerhin ein erster Schritt auf einem noch langen Weg!

Die ITB Berlin 2018 diskutierte das Phänomen des Overtourism erneut – und wies im Rahmen ihres Kongresses darauf hin, dass derzeit noch eine einheitliche Definition von Über-Tourismus fehle: „Es gibt bisher keine Standards für dieses Überlastungsphänomen“, meinte Gloria Guevara Manzo, CEO des World Travel & Tourism Council (WTTC). Das WTTC ist gemeinsam mit McKinsey aber bereits dabei, ein entsprechendes Tool zur Messung der Besucherdichte zu entwickeln, um so auch den gesellschaftlichen Einfluss innerhalb touristisch stark belasteter Gebiete messen und gegebenenfalls umsteuern zu können.

Inzwischen mehren sich die Stimmen, die eine Diskussion über das Phänomen des Über-Tourismus auch in Südtirol fordern, das nicht nur als touristische Urlaubsdestination, sondern auch geographisch als Durchreiseland besonders von Reisewellen tangiert wird. Zeitgleich zur ITB veröffentlichten die Südtiroler Grünen ein Statement („Achtung Blase! Der überhitzte Boom an Hotelbauten und Bettenzahlen in Südtirol braucht dringend Abkühlung.“), das eine wichtige Unterscheidung vornimmt: Das rein quantitative „Weiter so!“ muss endlich von echtem qualitativen Wachstum abgelöst werden, im Sinne einer besseren Verteilung der Touristenströme, der intelligenteren Auslastung der Nebensaisonen und einer hochqualitativen Positionierung des Landes – also das Gegenteil fragwürdiger Eventisierung (vgl. dazu auch den Beitrag des Deutschlandfunks vom 7. März 2018: „Overtourism – Wie sich überfüllte Städte vor zu viel Tourismus schützen“). Wer dies wirklich will, wird weder um den Tagungs-, noch um den anspruchsvollen Kulturtourismus herumkommen. Und er wird viel mehr als bisher in die Internationalisierung investieren müssen.

Dieser Herausforderung müssen sich aber nicht nur die Hotelbetreiber, sondern v.a. all diejenigen stellen, die Südtirol touristisch vermarkten. Für eine solche, möglichst breite Diskussion ist es höchste Zeit.

Nachtrag (12.3.2018) – Herzlichen Dank an Markus Lobis, der mich gerade über eine bevorstehende Diskussionsveranstaltung zu genau diesem Thema informiert: Am 11. April 2018 um 20:00 Uhr im Ost-West-Club Meran („Moloch Tourismus“ mit Dr. Hans Heiss und Thomas Aichner).

Gastbeitrag für oberpfalz.de: „Urlaub dahoam“

Für oberpfalz.de entstand kürzlich ein kleines Stimmungsbild eines Besuchs in meiner „alten“ Heimat, der Oberpfalz in Ostbayern. Der Beitrag erschien inzwischen auf der Oberpfalz-Marketing-Homepage und kann in voller Länge hier (Benjamin Zwack – oberpfalz.de: „Urlaub dahoam“) nachgelesen werden.

Übrigens: Das Foto entstand im letzten Herbst unweit von Brixen in Südtirol, im Hintergrund der Brixner „Hausberg“, die Plose. Regensburg und Brixen feiern im Jahr 2019 50-jähriges Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft!

Städtepartnerschaften: Bertelsmann-Stiftung stellt Studie vor

„Städtepartnerschaften – den europäischen Bürgersinn stärken“ lautet der Titel einer Studie, die das Bertelsmann-Institut Anfang des Jahres gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Institut vorstellte.

In Europa existieren gegenwärtig ca. 20.000 Städtepartnerschaften, davon 2.200 Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Kommunen. Gerade auf letzteren liegt das Hauptaugenmerkt der vorliegenden Studie, die Ergebnisse lassen sich aber in vielen Bereichen auch auf deutsche Städtepartnerschaften mit anderen europäischen Ländern übertragen.

Die Erkenntnisse, die die Studie bündelt, sind erfreulich positiv. Unter anderem zu nennen sind:

  • Bertelsmann-Stiftung und Deutsch-Französisches Institut attestieren Partnerschaften nicht nur eine große Bedeutung auf der Ebene der beteiligten Städte, sondern auch eine erstaunliche Lebendigkeit (nur 20% der Städtepartnerschaften werden weniger intensiv gepflegt als früher).
  • Städtepartnerschaften finden neue Formen, Mittel und Wege: „Hierzu zähle gemeinsame Projekte wie Praktikantenaustausch, Tagungen, Konferenzen etc.“, so die Macher der Studie (S. 8).
  • Städtepartnerschaften helfen der europäischen Verständigung subtil – dank persönlichem Kontakt und gemeinsamen Austausch. Gleichwohl ist diese Bürgerbeteiligung weiterhin ausbaufähig: „Partnerschaften müssen auf lokaler Ebene an Sichtbarkeit gewinnen und kontinuierlich versuchen, neue Ansprechpartner in den Vereinen vor Ort zu finden.“ (S. 8).

Die Studie hat einen Umfang von 64 Seiten und kann kostenlos auf der Seite der Bertelsmann-Stiftung heruntergeladen werden. Besonders für die Oberpfalz und für Südtirol ist die Unternsuchung von großer Bedeutung, liefert sie doch rechtzeitig vor dem Jubiläum 50 Jahre Städtepartnerschaft Regensburg – Brixen 2019 wichtige Hinweise und Erkenntnisse.

 

Das war das Jahr 2017: Mein Jahresrückblick

Aus is und gar is, und schad is, dass’s wahr is.“  (frei nach Franz Münchinger)

Das war also das Jahr 2017. Es liegt in den letzten und allerletzten Zügen. Grund genug, einen persönlichen Jahresrückblick  zusammenzustellen.

  • Januar 2017: Paul Flora im Ferdinandeum Innsbruck

Vorsicht, Kunst! Zum Jahresbeginn zeigte das Innsbrucker Museum eine unglaublich große und vor allem dichte Sammlung von Werken – Zeichnungen, Skizzen, Gedankensplitter und nicht zuletzt seine ZEIT-Beiträge – des Südtirolers Paul Flora in bester Atelieratmosphäre. Bescheiden war Flora ganz offensichtlich: „Wenn Arbeit adelt, bleibe ich lieber bürgerlich“…

  • Von Evangelischen und Katholischen (und das im Jahr des Reformationsjubiläums!)

Lange und (zumindest in Bayern) kalte Winter zogen mich auch 2017 im späten Januar in so manches Café, zum Auftauen, Lesen und – natürlich – Leute beobachten. Am Nachbartisch hatte es sich eines Nachmittags ein bekannter bayerischer Theaterintendant mit einem Journalisten gemütlich gemacht. Seitdem weiss ich, Evangelische und Katholische lachen unterschiedlich: „Wissen’s, im Endeffekt kann ich evangelische und katholische Lacher im Publikum unterscheiden. Die einen lachen mit dem Kopf – und die anderen mit dem Bauch.

  • Die FAZ versucht sich an einem coffee table Magazin

Es war Februar 2017, als ich mir das relativ neu erschienene FAZ Quarterly näher angesehen habe. Um es kurz zu machen: Mehr als ein Heft fand nicht den Weg auf meinen Schreib- oder Wohnzimmertisch. Schade, das Heft hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. V.a. die englischsprachige Konkurrenz macht vieles besser und wirkt aktueller, näher am Zeitgeist.

  • Fastenzeit: Von Anfang März bis Mitte April ohne privater social media

… Ergebnis: Herrlich :-)! Seit dem sind die social media-Pausen häufiger und länger geworden und die Nutzung hat einen neuen Zuschnitt bekommen. Zur Nachahmung empfohlen!

  • Frühling in Frankfurt. Oder: Der „Tag des Onlinejournalismus“ beim Hessischen Rundfunk

Im März stand endlich und nach einem Jahr Pause wieder einmal der Hessische Rundfunk mit seinem Tag des Onlinejournalismus auf dem Programm. Eine Tagung, die ich bereits 2015 sehr bereichernd empfunden hatte. 2017 widmete sie sich der Glaubwürdigkeitskrise im Journalismus.

Ein großes Highlight war sicher der Workshop mit Michael Würz vom Zollern-Alb-Kurier mit seinen anschaulichen, engagierten Schilderungen aus dem Redaktionsalltag einer Lokalzeitung. Danke, Michael für diese Einblicke und die von Dir geleistete Arbeit!

  • Ein Blick / Einblicke ins Dokk1: Sommer in Dänemark

Aarhus, 2017 europäische Kulturhauptstadt, hat mit dem Dokk1, einem kombiniertem Bürgerzentrum, Bibliothek, Lernort und Architekturhighlight am Hafen, vieles sehr richtig gemacht. Bei meinem Besuch war förmlich zu spüren, wie durchdacht dieses Gebäude auf seine Nutzerinnen und Nutzer entwickelt wurde. Auch hier gilt: Zur Nachahmung andernorts sehr empfohlen.

  • Peter Sloterdijk in Toblach: Ein hochsommerliches Gipfeltreffen?

Ja, der Münchner Theologie Friedrich Wilhelm Graf hatte nicht ganz unrecht, als er vor einigen Monaten feststellte, Sloterdijk drohe manchesmal „im Wust seiner unterhaltsamen Assoziationen oft den roten Faden zu verlieren“ (FAZ, 26.07.2017). Dennoch: Es war ein kurzweiliger Nachmittag im Spiegelsaal des Grandhotel Toblach, ein philosophischer Streifzug von großer Breite.

  • Einmal Oberpfalz – und zurück? Auf „Heimatbesuch“ im Herbst.

Ja, die Oberpfalz hat sich erheblich verändert. Im September habe ich mir nach langem einmal wieder bewusst einige Tage Zeit genommen, die Veränderungen wahrzunehmen. Ein wirkliches interessantes Experiment! Was geblieben ist: Die Oberpfalz ist ein wunderbar unaufgeregter Landstrich. Hoffen wir, dass das noch lange so bleibt.

  • Fakten gefällig? Der Reuters Digital News Report

Es ist so eine Sache mit der Performance von Social Media: „Gehyped“ ist schnell etwas, vornehmlich von denjenigen, die davon wirtschaftlich gut leben. Umso wichtiger sind fundierte, europaweit belastbare Zahlen zur Nutzung von Social-Media-Kanälen und deren Vertrauenswürdigkeit. Der Reuters Digital News Report liefert eine Menge interessanter Zusammenhänge. Leseempfehlung!

  • Mehr Kongress- und Tagungstourismus in Südtirol: Die IMEX 2017

Die Kongressmesse IMEX bringt einmal jährlich die MICE-Branche nach Frankfurt. Und die kam zur 15. Ausgabe besonders zahlreich: Neben einer Reihe interessanter digitaler Meeting-Innovationen gab es ein ansprechendes Seminarprogramm, das in diesem Jahr unter dem Leitthema „Purposeful Meetings“ stand. Begleitend dazu gab es einen ausführlichen Beitrag in der Südtiroler Wirtschaftszeitung.

Jetzt ist Südtirol an der Reihe, schnell zu anderen Destinationen und Kongressmärkten aufzuschließen. Entscheidend wird in Zukunft ein eigenes, unverwechselbares Südtiroler Meeting- und Kongressprodukt sein. Umso erfreulicher, dass erste Unternehmer bereits an einer erfolgversprechenden Strategie arbeiten. 2018 wird aus diesem Blickwinkel ein äußerst spannendes Jahr!

In diesem Sinn: Danke für die Zusammenarbeit 2017. Auf ein gutes 2018!

 

Grüße zum Jahresausklang 2017

Allen Freunden und Bekannten wünsche ich zum Jahresausklang 2017 ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und ein gutes neues Jahr 2018.

Zugleich danke ich allen für die gute Zusammenarbeit, konstruktiv wie kritisch, sowie für die vielen wichtigen persönlichen Begegnungen.

Hinter uns liegt ein so arbeitsreiches wie erfolgreiches Jahr für den Südtiroler Tourismus, das einmal mehr mit Nachdruck bewiesen hat, dass das weitere Engagement im Kultur- und Kongresstourismus hier in Südtirol auch 2018 ein Thema größter Bedeutung bleiben wird.

Viele wichtige Grundlagen konnten in den zurückliegenden Monaten gefestigt, bestehende Netzwerke intensiviert und weitere Kontakte geknüpft werden.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen im neuen Jahr!

Ihr Benjamin Zwack

5 Fakten aus dem Reuters Institute Digital News Report 2017

Kein Blick in die Glaskugel, sondern Zahlen und Fakten auf genau 136 Seiten. Das ist der Digital News Report 2017 des Reuters Institute, das an der Fakultät für Politik und Internationale Beziehungen der Universität Oxford angesiedelt ist.

Agenturen sind schnell zur Stelle, den vermeintlich letzten Schrei an Apps und Kommunikationskanälen zu hypen und ihren Kunden als das neue digitale Geschäftsmodell anzuempfehlen.

Gleichzeitig geistern fake news durch den digitalen Äther, und nicht wenige Medienhäuser büßen Reichweite und Umsatz ein oder sehen sich gezwungen, zum beliebigen Gemischtwarenladen zu werden, bei dem der Journalismus ein Nebenprodukt wird oder vom vielen product placement regelrecht überholt wird.

Grund genug, einen Blick auf die belastbareren Fakten zu werfen: Was interessiert Internetnutzer wirklich? Wohin geht die Reise bei digitalen Gadgets, Apps und Nachrichtenkonsum? Der Digital News Report analysiert genau das, sortiert nach Ländern und Kontinenten.

Fünf Ergebnisse und Einsichten, die zum Nach- und Weiterdenken anregen:

  1. Social Media wächst nicht mehr. Oder genauer: Nicht mehr überall und längst nicht mehr so stark, wie noch vor wenigen Jahren. Zugleich zeigen die Nutzerzahlen bei den Messaging-Apps steil nach oben. Mögliche Gründe könnten weitreichende Folgen auch für die Unternehmenswerbung in sozialen Netzwerken haben: Deren Nutzerzahlen gehen möglicherweise zurück, weil wieder mehr Privatsphäre gesucht wird und / oder man Algorithmen zunehmend misstraut.
  2. TV, Radio und Print ist King, wenn es um Nachrichten geht. Deren Reichweite schlägt Online-Nachrichtenseiten um Längen. Zugleich feiern Nachrichtenapps ein Comeback in beinahe allen untersuchten Ländern, während der Videokonsum hinter dem zurückbleibt, was landläufig an Performance herbeigeredet wird.
  3. Soziale Netzwerke vernebeln die Markenwahrnehmung, wenn es um Nachrichteninhalte geht (Stichwort: „Quelle: Internet“). Nur gut ein Drittel (bei Suchergebnissen) bzw. knapp die Hälfte (im social web) der Nutzer konnten den Absender einer Nachrichtenmeldung klar wiedergeben.
  4. Adblocker sind vor allem ein „europäisches“ Phänomen, ihr Einsatz steht aber auch in Verbindung mit dem Nutzeralter und der verfügbaren Bandbreite.
  5. Große Unterschiede zwischen den verschiedenen sozialen Netzwerken bei der Nachrichtenwahrnehmung: Twitter erscheint demnach in der Nutzermeinung als das untauglichste (!) Netzwerk für Nachrichteninhalte (nur 6% der Befragten hielten es für „a useful source of news“), während sich Facebook besonders durch die zufällige Nachrichtenwahrnehmung  (26%) auszeichnet – ein zweifelhafter Erfolg.

Der vollständige Digital News Report steht online als PDF sowie in verschiedenen digitalen Aufbereitungen (Videos, interaktive Karten, Präsentationen) zum Download bereit.

Foto: StockSnap.io (CC0)

 

Ferdinand Hodler im Leopold Museum Wien

Noch bis 22. Januar 2018 zeigt das Leopold Museum im Wiener Museumsquartier eine umfassende, 300 Werke starke Retrospektive des vermutlich bekanntesten Schweizer Malers des 19. Jahrhunderts unter dem Titel „Ferdinand Hodler – Wahlverwandtschaften von Klimt bis Schiele“. Zahlreiche persönliche Unterlagen des Malers runden diese Schau ab.

Sein Schaffen vereint Symbolismus und Jugendstil, er gilt als Wegbereiter des Expressionismus und inspirierte dabei zahlreiche Maler der Wiener Moderne. Zugleich flossen persönliche Schicksale in sein Werk ein, was den Künstler Hodler in besonderer Weise nahbar, menschlich werden lässt.

Die Schau ist mehr als sehenswert, das lichtdurchflutete Leopold Museum bieten einen hervorragenden Ort, das umfangreiche Schaffen eines Künstler wahrzunehmen.

Das Leopold Museum Wien ist täglich außer Dienstag von 10 Uhr bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr geöffnet.

Einmal Oberpfalz – und zurück!?

Im Herbst vergangenen Jahres habe ich gemeinsam mit Christoph Aschenbrenner, Geschäftsführer von Oberpfalz Marketing, ein interessantes Experiment unternommen: Wie ist es, wenn man seine alte Heimat wieder einmal bewusst wahrnimmt und Veränderungen nachvollzieht?

Entstanden ist daraus ein Beitrag von Benjamin Zwack für oberpfalz.de, den Sie in voller Länge hier („Eine Reise in die Oberpfalz – Urlaub dahoam“) abrufen können.

 

Nachtrag: Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte kürzlich einen lesenswerten Beitrag der Philosophin Carolin Emcke (SZ am Wochenende, Kolumne „Heimat“) zum Begriff Heimat und seiner rhetorischen Formierung. Sie schließt ihre Einschätzung mit einer wichtigen Erkenntnis: „Zuletzt ist Heimat womöglich wirklich nur das, wovon man ausgeht, das, womit sich beginnen, aber nicht enden lässt.“