Städtepartnerschaften: Bertelsmann-Stiftung stellt Studie vor

„Städtepartnerschaften – den europäischen Bürgersinn stärken“ lautet der Titel einer Studie, die das Bertelsmann-Institut Anfang des Jahres gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Institut vorstellte.

In Europa existieren gegenwärtig ca. 20.000 Städtepartnerschaften, davon 2.200 Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Kommunen. Gerade auf letzteren liegt das Hauptaugenmerkt der vorliegenden Studie, die Ergebnisse lassen sich aber in vielen Bereichen auch auf deutsche Städtepartnerschaften mit anderen europäischen Ländern übertragen.

Die Erkenntnisse, die die Studie bündelt, sind erfreulich positiv. Unter anderem zu nennen sind:

  • Bertelsmann-Stiftung und Deutsch-Französisches Institut attestieren Partnerschaften nicht nur eine große Bedeutung auf der Ebene der beteiligten Städte, sondern auch eine erstaunliche Lebendigkeit (nur 20% der Städtepartnerschaften werden weniger intensiv gepflegt als früher).
  • Städtepartnerschaften finden neue Formen, Mittel und Wege: „Hierzu zähle gemeinsame Projekte wie Praktikantenaustausch, Tagungen, Konferenzen etc.“, so die Macher der Studie (S. 8).
  • Städtepartnerschaften helfen der europäischen Verständigung subtil – dank persönlichem Kontakt und gemeinsamen Austausch. Gleichwohl ist diese Bürgerbeteiligung weiterhin ausbaufähig: „Partnerschaften müssen auf lokaler Ebene an Sichtbarkeit gewinnen und kontinuierlich versuchen, neue Ansprechpartner in den Vereinen vor Ort zu finden.“ (S. 8).

Die Studie hat einen Umfang von 64 Seiten und kann kostenlos auf der Seite der Bertelsmann-Stiftung heruntergeladen werden. Besonders für die Oberpfalz und für Südtirol ist die Unternsuchung von großer Bedeutung, liefert sie doch rechtzeitig vor dem Jubiläum 50 Jahre Städtepartnerschaft Regensburg – Brixen 2019 wichtige Hinweise und Erkenntnisse.