Happy birthday, Giorgio Moroder!

Seit einigen Jahren wissen wir: “74 is the new 24”. Wer Giorgio Moroder, seine Musik und seine Auftritte in den vergangenen Jahren intensiv verfolgt hat, kann dem nur zustimmen.

Und heute wird, soviel Zeit muss sein, Giovanni – “In meinem Pass steht Giovanni Giorgio, aber Ihr könnt mich ruhig Giorgio nennen” – Moroder runde 80. Hinter ihm liegt eine musikalische Karriere, die in dieser Form ziemlich einzigartig sein dürfte.

Beispiele gefällig? Gerne: So addieren sich seine musikalischen Erfolge auf drei Oscars (Midnight Express, Flashdance, Take my Breath Away), zwei Bambies, einen Grammy, dazu kommen die Aufnahme in die Dance Music Hall of Fame 2004, der Commendatore im Verdienstorden der Republik Italien 2005 und 2010 der Große Verdienstorden des Landes Südtirol, denn Giorgio Moroder stammt aus Gröden.

Apropos Beispiele, lassen wir den Jubilar am besten selbst sprechen bzw, musizieren:

Giorgio Moroder als DJ 2013 in Wien:

Giorgio Moroder, noch etwas jünger, dafür mit Donna Summer, Ende der 70er Jahre:

Und zu guter Letzt Giorgio Moroders Lebensgeschichte (“All I really wanted to do is music”), vertont von Daft Punk:

In diesem Sinne, alles Gute, happy birthday, buon compleanno und dut i bon Giorgio Moroder!

Gutes Tourismusmanagement ist gute Kommunikation

Ein – je nach Blickwinkel – erschreckendes bis erhellendes Beispiel in Sachen Tourismuskommunikation lieferten an diesem Wochenende Südtirol und Österreich. Es kann geradezu als Lehrstück gelten, wie touristische Kommunikation in der Krise (eben nicht) funktioniert.

So “drängt” (sic!) der Südtiroler Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) laut RAI Südtirol derzeit auf eine Wiederaufnahme des touristischen Betriebs “spätestens” (sic!) ab Juni 2020. Wie das tatsächlich – umfassend, bei nach wie vor geschlossenen Grenzen und konzeptionell – funktionieren kann, bleibt in seinen Aussagen offen. Südtirols Landeshauptmann Kompatscher tat ein solches Ansinnen sogleich öffentlich als “unseriös” ab. Die Außenwirkung einer solchen HGV-Kommunikationsstrategie, wenn es denn eine war, muss vermutlich nicht näher beschrieben werden.

Anders dagegen Südtirols nördlicher Nachbar Österreich an diesem Wochenende: Hier setzt man auf bilaterale Vereinbarungen und Konzepte, um den Tourismus schrittweise wieder in Gang zu bringen, zum Beispiel mit Deutschland – was angesichts des touristischen Volumens durchaus ein größerer Griff wäre. Hier hat man verstanden, dass es in der Zukunft “eine andere Art von Urlaub geben wird”, wie die zuständige Ressortministerin Köstinger gegenüber diepresse.com sagte. Hier weiß man auch, dass Reiseeinschränkungen noch längere Zeit ein Thema für den Tourismus sein werden.

Es bleibt zu hoffen, dass alle Verantwortlichen im Südtiroler Tourismus nicht nur den Ernst der Lage, sondern auch die richtigen Schritte für die Zukunft ihres Wirtschaftszweiges erkennen. Kommunikation zählt als Kernkompetenz sicher dazu.

Nicht nur in Südtirol: Wie geht es weiter mit dem Tagungs- und Kongresstourismus?

Rückblende: Im vergangenen Jahr entstand meine Masterarbeit zum Tagungs- und Kongresstourismus im Alpenraum mit einer Untersuchung zur entsprechenden Situation in und möglichen Perspektiven für Bayern, Tirol und Südtirol. Gerade der Einfluss der Digitalisierung auf sowie die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für die MICE-Branche wurden darin untersucht und ausgewertet.

Was dabei und angesichts der damals guten Verfassung der meeting industry möglicherweise noch hypothetisch klang, muss nun mit großem Ernst (und bisweilen unter Zeitdruck) auch in kleineren, vormals stark vom Urlaubstourismus geprägten Destinationen Einzug halten.

Zunächst zurück in die Gegenwart: Am 14. April 2020 findet ein (diesmal virtueller) “Global Meeting Industry Day” unter dem Motto meetings mean business statt. Er will dem Konferenz- und Veranstaltungsmarkt Sichtbarkeit geben – wichtiger denn je!

“… a lucrative but at the same time a risky tourism area to operate in …”

Doch das wird natürlich nicht genügen, um die meeting industry nach der derzeitigen Corona-Krise in Fahrt zu bringen. Sie war bis zum Februar 2020 über Jahrzehnte hinweg ein überaus erfolgreicher und gewichtiger, wenn auch gerne unterschätzter Teil des Tourismus.

Ein Beispiel: Allein die unter dem Dach der International Congress and Convention Association (ICCA) versammelten (Wirtschafts-, Regierungs- und Nicht-Regierungs-)Organisationen verdoppelten die Zahl der von ihnen durchgeführten Veranstaltungen alle zehn Jahre – Tagungen, Kongresse oder Incentives privater Unternehmen noch gar nicht eingerechnet.

Kleine Destination, großes Potenzial

Ebenso seit langem steht ein weiterer Trend fest: MICE-Veranstaltungen werden hinsichtlich ihrer Teilnehmerzahl kleiner, finden jedoch häufiger statt. Kleinere Destinationen rücken somit als “Bühne”, als Veranstaltungsort ins Blickfeld – möglicherweise aber auch vollständig digitale Tagungslösungen, die die physische Präsenz der Teilnehmenden überflüssig machen, mit allen negativen wirtschaftlichen Folgen für Destinationen und ihre Tourismustreibenden.

Alles auf null: Tourismus nach der Krise – quo vadis?

In welche Richtung entwickelt sich also der touristische Markt? Zu welchen Konditionen? Und natürlich auch: Woher kommt der Tourismus, sobald eine allmähliche Entspannung der derzeitigen Situation absehbar sein wird? Wer sind die ersten Gäste, die wieder in ein Hotel einchecken und Dienstleistungen vor Ort in Anspruch nehmen werden?

Welche Richtung sollte dann das digitale Management und Marketing einer Destination einschlagen? Und über all dem stehen Kenngrößen, die sich im Nachgang der Pandemie dramatisch verschieben können bzw. werden, z.B. die direkte, indirekte und induzierte Wertschöpfung durch den Tagungs- und Kongresstourismus für Tourismustreibende wie -verbände.

Die kommenden Wochen werden also sicher spannend und herausfordernd für alle Destinationen im Alpenraum. Fest steht heute schon eines: Der (eventgetriebene Massen-)Tourismus der vergangenen Jahre, wie er in den vergangenen Jahren in so mancher Südtiroler Destination ausgiebig betrieben wurde, ist fürs Erste sicher “von gestern”!

Andererseits dürften Unternehmen die ersten sein, die den Tourismus durch Geschäftsreisen – und eben kleineren, kreativen MICE-Aktivitäten – ankurbeln. Gut, wer in diese Richtung schon heute mit den richtigen Partnern vorbaut!

Damit wird zielgerichtete Beratung für Tourismusverantwortliche und -destinationen zu aktuellen Entwicklungen und zukunftsfähigen Konzeptionen, zu den Chancen und Risiken des Tagungs- und Kongresstourismus wichtiger denn je. Dieser Markt ist massiv in Bewegung und wird es noch lange bleiben. Nur wer jetzt handelt, schafft den Neustart nach Corona.

Benjamin Zwack im Podcast “Alles Anders” mit Marion Kuchenny und Christian Jakubetz

Das Making-Of: Benjamin Zwack als Gast bei “Alles Anders”, Folge 15 – natürlich von zu Hause aus.

 

Marion Kuchenny, Moderatorin beim Hessischen Rundfunk, und Christian Jakubetz laden in diesen besonderen Zeiten regelmäßig in ihre virtuelle Podcast-WG.

Heute war Benjamin Zwack dabei mit einem Statement zur Lage in Südtirol. Die Podcast-Folge lässt sich hier nachhören:

Der Podcast “Alles Anders” erscheint täglich. Auf Spotify, Deezer, Soundcloud und Apple Podcasts gibt es ihn im Abo.

Ein Gruß von Partnerstadt zu Partnerstadt in besonderen Zeiten

Ein herzlicher Gruß von Brixen nach Regensburg – vorerst virtuell…

Die eigentlich auch für Regensburg geplante Premiere des Films “Gesichter zweier Partnerstädte” muss aufgrund der aktuellen Situation leider verschoben werden.

Daher an dieser Stelle ein herzlicher Gruß über den Brenner von Benjamin Zwack und Johanna Bampi. Wir sehen uns wieder!

Und bis daheim: Bleibt daheim und bleibt gesund.

Presseschau: “Gesichter zweier Partnerstädte”

Der von RAI Südtirol, den Städten Regensburg und Brixen, dem Geschichtsverein Brixen und der Stiftung Südtiroler Sparkasse unterstützte Film “Regensburg und Brixen – Gesichter zweier Partnerstädte” hat ein erfreuliches Echo in der Presse hervorgerufen. Hier zwei Beiträge im Volltext:

Weitere Informationen zum Premierenabend im Brixner Astra-Kino finden sich auf KulturSuedtirol.com.

Der Film ist nach wie vor in voller Länge in der Mediathek von RAI Südtirol abrufbar.

Regensburg und Brixen: Gesichter zweier Partnerstädte

Am 23. November 2019 um genau 19:30 Uhr war es soweit: Brixens Bürgermeister Peter Brunner eröffnete den Premierenabend zum Film “Regensburg und Brixen – Gesichter zweier Partnerstädte” im neuen Astra-Kulturzentrum Brixen.

Zeno Giacomuzzi und Klemens Unger – Anekdoten aus 50 Jahren Städtepartnerschaft
(c) Foto: Hans-Christian Wagner

Bürgermeister a.D. Zeno Giacomuzzi und Regensburgs früherer Kulturreferent Klemens Unger ließen es sich im Anschluss nicht nehmen, ganz persönlich die zurückliegenden Jahre der Städtepartnerschaft zwischen Regensburg und Brixen Revue passieren zu lassen. Eine Anekdote sorgte auch nach Jahrzehnten noch für große Erheiterung: In den Anfangsjahren der Städtepartnerschaft wurden die Regensburger Bratwürste für das Brixner Altstadtfest ganz pragmatisch – und unter Umgehung der komplizierten Zollvorschriften – mit einem Sportflugzeug eingeflogen…

Eröffnung des Premierenabends mit Johanna Bampi Zwack und Benjamin Zwack
(c) Foto: Hans-Christian Wagner

Johanna Bampi und Benjamin Zwack – die Initiatoren des Films und Autoren des Drehbuchs – gaben mit ihrer kurzen Rede dann das Kommando “Film ab!” für den Film zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft. Wörtlich sagten sie: “Nach unzähligen Dreh- und Produktionstagen, vielen Kilometern diesseits und jenseits des Brenners und faszinierenden Begegnungen mit den Bürgerinnen und Bürgern an Eisack und Donau sind bei weitem nicht nur 45 Minuten Film entstanden. Da ist viel mehr: Wir sind Menschen begegnet, die hier wie da Ihre Heimat lieben, die stolz auf ihre Städte sind, die aber zugleich genau wissen, wie man über den Tellerrand blickt. Wir sind aller Orten auf offene Ohren und ebenso offene Türen gestoßen.”

Von links nach rechts: Bürgermeister a.D. Zeno Giacomuzzi, Kulturreferent a.D. Klemens Unger, Bürgermeister Peter Brunner, Produzent und Kameramann Willi Rainer (Sorafilm Brixen), Johanna Bampi Zwack, Benjamin Zwack, Vorsitzender des Stiftungsrates Michael Naumann (Brauerei Kneitinger Regensburg). (c) Foto: Hans-Christian Wagner

Überrascht wurde das Filmteam im Anschluss an die Premiere von Hans-Christian Wagner, der gemeinsam mit Michael Naumann, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates der Brauerei Kneitinger echtes Regensburger Bier überreichte. Und auch der Hut König am Dom in Regensburg ließ es sich nicht nehmen, den Produzenten einen Gutschein für einen neuen Hut – natürlich handgemacht – zu überreichen.

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die den Film durch ihre Unterstützung überhaupt erst möglich gemacht haben!

Zum Film: “Regensburg und Brixen – Gesichter zweier Partnerstädte” entstand im Auftrag von RAI Südtirol und wurde von RAI Südtirol, den Städten Regensburg und Brixen, dem Geschichtsverein Brixen und der Stiftung Südtiroler Sparkasse maßgeblich unterstützt.
Voraussichtlicher Sendetermin: 09.12.2019 (RAI Südtirol)
Idee und Drehbuch: Johanna Bampi, Benjamin Zwack
Kamera und Produktion: Willi Rainer (Sorafilm Brixen)

(c) Fotos: Hans-Christian Wagner

“Gesichter zweier Partnerstädte”

Der Film zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft Regensburg und Brixen ist fertig. Nach vielen Kilometern diesseits und jenseits des Brenners sowie unzähligen Produktionstagen zusammen mit Johanna Bampi und Willi Rainer (Sorafilm Brixen) findet die Premiere des Films am 23. November 2019 um 19:30 Uhr im Astra-Kulturzentrum Brixen statt. Herzlich willkommen!

… und den Trailer zum Film gibts schon vorab:

Trailer “Gesichter zweier Partnerstädte”

Dreharbeiten in Regensburg und Brixen

Ein Tag von früh bis spät, zwei (Partner-)Städte.

Das ist – natürlich stark verkürzt – die Idee hinter einem Film, der derzeit in den beiden Städten Regensburg und Brixen entsteht. Er dokumentiert und porträtiert das Leben und den Alltag ihrer Menschen, markante Bauwerke, die reiche (gemeinsame) Geschichte und die vielen kleinen Geschichten sowie nicht zuletzt die ein oder andere Besonderheit an Eisack und Donau, die es so kein zweites Mal gibt.

Inzwischen sind die Dreharbeiten vermutlich auf ihrem höchsten Punkt angelangt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Kürzlich standen u.a. Aufnahmen auf dem Regensburger Dom und im Baugerüst der dort arbeitenden Steinmetze in etwa 60 Metern Höhe auf dem Programm – einzigartige Aussichten auf die Altstadt und die Donau inklusive!

Der Film wird von RAI Südtirol und den Städten Regensburg und Brixen unterstützt. Die Veröffentlichung ist für das 4. Quartal 2019 vorgesehen.

Produktion: Sorafilm Brixen / Willi Rainer
Sprecher: Hans-Peter Bögel
Drehbuch: Johanna Bampi und Benjamin Zwack